Training – Wie sieht die tägliche Arbeit der Stars aus?


veröffentlicht am Montag, 25. Februar 2013 19:06, von unserem Autor Marc Andruszko in Rund um den Ball. null Kommentare

Wie sieht das täg­li­che Trai­ning der Pro­fis aus, deren Leis­tung wir im Spiel am Wochen­ende bewer­ten? Schin­den sie sich, haben sie Spaß, ähneln sich die Trai­nings­me­tho­den der Pro­fi­mann­schaf­ten und gibt es Par­al­le­len zum Ama­teur­fuß­ball? Mit die­ser nicht reprä­sen­ta­ti­ven Zusam­men­stel­lung von Videos kann man sich einen klei­nen Ein­druck ver­schaf­fen. Anti­quierte, anspruchs­volle und lus­tige Übun­gen wech­seln sich ab.

Magaths Retro-Training

Magath Farfan Schalke 04 Training

Jef­fer­son Far­fan kam mit Magaths Trai­nings­me­tho­den nur schwer zurecht. Der Medi­zin­ball ist nicht sein bevor­zug­tes Spiel­ge­rät. Foto: dstef­fek / flickr.com

Star­ten wir mit Retro-Zweikampftraining à la Felix Magath, noch zu sei­ner Zeit beim VFL Wolfs­burg. Da hieß es im Trai­ning: Kämp­fen bis zum Umfal­len. Die Übung ist schnell erklärt: 1-gegen-1-Situation, der Ball muss ein­fach rein, doch hat man erst ver­fehlt und muss ein zwei­tes und drit­tes Mal anren­nen, wer­den die Beine immer schwe­rer, der Abschluss immer unkon­zen­trier­ter. Wäh­rend­des­sen war­ten die Mit­spie­ler andäch­tig hin­ter den Toren auf ihren Ein­satz und star­ren Löcher in die Luft bis end­lich ein Tor gefal­len ist. Eine Trai­nings­übung, die von den Ama­teur­plät­zen die­ser Welt nicht weg­zu­den­ken ist und auch durch­aus Spaß brin­gen kann, doch frage ich mich: Bringt das den Pro­fi­fuß­bal­lern etwas?

 

Der Hügel der Leiden

Und weil wir gerade beim VFL Wolfs­burg der Ära Magath sind, darf der berühmte Hügel der Lei­den nicht feh­len. Der kann — bei rich­ti­ger Dosie­rung und Fre­quenz der Läufe — durch­aus sinn­voll für die Stei­ge­rung von Sprung– und Schnell­kraft sein.

 

Trai­ning für Feinschmecker

Jetzt mache ich mal einen ganz kras­sen Schnitt zum öffent­li­chen Trai­ning des FC Bar­ce­lona. Das Video ist lang und kaum einer wird sich das ganz antun wol­len — ein biss­chen zap­pen ist ange­sagt. So rich­tig inter­es­sant wird’s ab Minute 50: Spiel auf zwei Tore, ver­kürz­tes Feld. Wirk­lich ein Augen­schmaus wie die Kugel läuft. Die Lauf­be­reit­schaft von eini­gen ist sicher nicht auf Spiel­ni­veau, bei­spiels­weise Messi schal­tet nur ab und zu einen Gang hoch, aber ist ja auch eher ein Show­trai­ning.

 

Tech­nisch höchst anspruchs­vol­ler Kinderkram

Ganz kurz, bevor ich das Thema Bar­ce­lona abschließe, muss die­ses Video noch gezeigt wer­den: eine Mords­gaudi mit Pep Guar­diola. Die Bay­ern dür­fen sich freuen.

 

Trai­ning bei den Bay­ern: laut und aggressiv

Zurück in die Bun­des­liga. Inten­si­ves Abschluss­trai­ning beim FC Bay­ern Mün­chen. Das tolle an so einem Pro­fi­trai­ning ist doch, dass man einen Ein­druck von der Kom­mu­ni­ka­tion der Spie­ler bekommt. Hier geht es laut und durch­aus aggres­siv zu. Man merkt, dass jeder voll bei der Sache ist und am Wochen­ende spie­len will. Übungs­lei­ter war hier übri­gens noch Louis van Gaal.

 

Trai­ning auf der Insel: Man­ches­ter United

Auf die Bay­ern folgt ein sehr schö­ner Zusam­men­schnitt der Trai­nings­ar­beit Man­ches­ter Uniteds, mit Erklä­run­gen von Alex Fer­guson.

 

Jose Mourinho lässt die Zügel schlei­fen: Lattenschießen

Wei­ter geht’s in der Pre­mier Lea­gue, wo die Spie­ler ja immer für einen Spaß zu haben sind. Der Spaß darf bei den Pro­fis natür­lich nicht zu kurz kom­men. Auch das ist ein Schlüs­sel von Jose Mourinho. Bei Chel­sea Lon­don ließ er die Truppe zum Lat­ten­schie­ßen antre­ten.

 

Man­ches­ter City: Trai­ning wird überbewertet?

Bei Man­ches­ter City liegt die Ver­mu­tung beson­ders nahe, dass die Jungs es im Trai­ning ein biss­chen ruhi­ger ange­hen las­sen. Die Bestä­ti­gung folgt sogleich. In den ers­ten Minu­ten sieht man Dzeko und Co. eher auf dem Platz rum­schlei­chen, Balo­telli ist gelang­weilt und macht Bock­sprünge über seine Mit­spie­ler. Wie gedacht — alles läs­sig bei Man­City, man ver­lässt sich auf das gott­ge­ge­bene Talent. Jedoch nicht mit Man­chini. Im Spiel auf ver­kürz­tem Feld wird’s inten­siv. Der Ita­lie­ner treibt seine Jungs an und kor­ri­giert. Man kann sich aber doch nicht so ganz dem Ein­druck erweh­ren, dass Man­ches­ter City ein Hort für große Jungs ist, die ein­fach nur ent­spannt und mit viel Spaß ihrem Beruf nach­ge­hen und dabei ver­dammt viel Kohle ver­die­nen wol­len.





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