Warum der AC Mailand doch gegen den FC Barcelona ausscheidet


veröffentlicht am Dienstag, 12. März 2013 15:17, von unserem Autor Marc Andruszko in Strikte Satire. null Kommentare

Der AC Mai­land hat das Hin­spiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Bar­ce­lona über­ra­schend mit 2:0 für sich ent­schie­den. Barca benö­tigt im hei­mi­schen Camp Nou ein Wun­der, ist aber in letz­ter Zeit viel am Jam­mern. Hier kom­men die fünf Gründe, warum Milan doch gegen Barca aus­schei­det. Natür­lich strikt satirisch!

Mario Balo­telli ist vor dem Spiel gelang­weilt. Er zün­det auf dem Kabi­nen­klo in den Kata­kom­ben des Camp Nou Feu­er­werks­kör­per an. Die Klo­pa­pier­rolle fängt Feuer, wor­auf Balo diese panisch in die Kabine kickt, wobei er sich die brand­neuen Nike-Sneaker ver­saut. Macht aber nichts, denn mor­gen zieht er sowieso wie­der ein Paar neue Snea­ker an. Dumm ist nur, dass er sich dabei auch den gro­ßen Zeh ver­sengt hat und der Arzt behaup­tet, Super Mario könne so unmög­lich spie­len. Glaubt Balo natür­lich nicht aber er hat auch nichts gegen einen gemüt­li­chen Abend auf der Tri­büne mit etwas Har­lem Shake ein­zu­wen­den. Dass Balo­telli sowieso in der Cham­pi­ons Lea­gue nicht ein­satz­be­rech­tig ist, haben sie ihm in Mai­land nicht erzählt. Das Pro­blem löse sich von selbst, behaup­tete Sil­vio Berlusconi.

Kevin Prince Boa­t­eng fällt eben­falls aus. Wie immer pflegte er am Vor­abend eines wich­ti­gen Spiels in der Cham­pi­ons Lea­gue sein ural­tes Ritual: Nach dem Abend­es­sen beim Stam­mita­lie­ner ging er raus auf die Straße, um sich Selbst­ver­trauen im Abschluss zu holen. Dumm nur, dass er bei einem Schuss mit dem lin­ken Fuß die Wucht des Hummer-Außenspiegels unter­schätzte, ihn viel­leicht ein biss­chen zu tief traf und sich dabei den Knö­chel fies ver­stauchte. Mit Patrick Ebert wäre mir das nie pas­siert, denkt sich der Prince.

AC Mailand Milan Balotelli

Mario Balo­telli hat vor sei­nem Enga­ge­ment für den AC schon für Inter Mai­land gespielt. Hat aber bestimmt nie­mand bemerkt. Foto: Mas­simo Ankor / flickr.com

In der Milan-Kabine tum­meln sich die Spie­ler zwei Stun­den vor Anpfiff vor einem über­di­men­sio­na­len Flach­bild­schirm, an dem der ver­letzte Balo­telli und der ver­letzte Boa­t­eng mit der Playsi FIFA 13 gegen­ein­an­der zocken – es steht 10:0 für den AC Milan gegen den FC Bar­ce­lona und Messi ist ver­letzt – alles läuft blen­dend. Auch, weil Balo­telli, der mit Barca spielt, ein paar spek­ta­ku­läre Eigen­tore beige­steu­ert hat. Bis der Schieds­rich­ter Balo­telli rot zeigt, weil er (Boa­t­eng am Con­trol­ler) Xavi von hin­ten bru­tal umge­grätscht hat. Balo­telli ver­steht das gar nicht, fühlt sich falsch dar­ge­stellt und wirft auf­ge­bracht (why always me?) sei­nen Kon­trol­ler in den Fern­se­her. Der Bild­schirm zer­split­tert. Kurz vor dem Spiel läuft Abbiati gedan­ken­ver­lo­ren bar­fü­ßig durch die Kabine und holt sich eine fiese tiefe Schnitt­wunde, die einen Ein­satz unmög­lich macht. Gibt Schlim­me­res als gegen Barca nicht im Tor zu ste­hen, denkt sich Abbiati und stellt sich auf einen gemüt­li­chen Abend in der VIP-Lounge ein.

Kurz vor Anpfiff  erscheint der Schieds­rich­ter in der Kabine und bemän­gelt, dass einige Milan-Spieler ihre roten Stut­zen mit wei­ßem Tape umwi­ckelt haben. Das gehe gar nicht und irri­tiere total. Die Mai­län­der sind auch völ­lig irri­tiert vom Schiri und in Erman­ge­lung einer Schere im Arzt­kof­fer (die hat Balo­telli vor dem Spiel geklaut, um dem Doc einen Streich zu spie­len aber das weiß natür­lich noch nie­mand) beißt Ambro­sini das Tape um die Stut­zen von Mexes auf. Sonst haben seine Zähne immer alles aus­ge­hal­ten und in der Kabine ist der Bei­ßer seit Jahr­zehn­ten ein belieb­ter Fla­schen­öff­ner. Aber er hat die Rech­nung nicht mit dem zähen ita­lie­ni­schen Tape gemacht, das ihm tief ins Zahn­fleisch schnei­det. Die Blu­tung ist bis Anpfiff nicht zu stillen.

Trai­ner Alle­gri ist nerv­lich am Ende, ange­sichts der vier kurz­fris­ti­gen Aus­fälle. Er redet sich kurz vor Spiel­be­ginn der­art in Rage, dass er zum Abschluss den Medi­zin­kof­fer in der Manier eines Spit­zen­trai­ners durch die Kabine kicken will, um seine Mann­schaft wach­zu­rüt­teln. Er trifft den Medi­zin­kof­fer satt — Boa­t­eng sollte sich das genau abku­cken aber jener schreibt gerade Gina-Lisa Loh­fink eine Whatsapp-Nachricht, dass er sie ganz arg ver­misst und sie Jerome nicht böse sein soll, er macht das wie­der gut, ist doch selbst­ver­ständ­lich unter Brü­dern. Der Medi­zin­kof­fer fliegt durch die Kabine und trifft El Shaarawy am Kopf, der gerade gedan­ken­ver­lo­ren in der Ecke sitzt und sich fragt, ob das neue Par­füm von Beck­ham schon in den Läden in Mai­land zu kau­fen ist. Die Blu­tung aus der Platz­wunde ist so kurz­fris­tig vor dem Spiel nicht zu stop­pen, da dem Mann­schafts­arzt schlicht die Schere fehlt, um den Ver­band für den Tur­ban ver­nünf­tig zurecht zu schneiden.

Bar­ce­lona gewinnt mit 5:0 gegen den AC Mai­land im Camp Nou. Danach wer­den die ita­lie­ni­schen Gazet­ten Gerüchte ver­brei­ten, der AC hätte sich selbst geschla­gen und ein Tor für jeden Selbst­ver­letz­ten kassiert.





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