Fußball im Jahr 2013 — Die etwas andere Vorschau — Teil 1


veröffentlicht am Donnerstag, 3. Januar 2013 13:49, von unserem Autor Christian Eck in Strikte Satire.

Das neue Jahr ist gerade mal drei Tage alt. Die Vor­her­sa­gen für die Zukunft lau­fen bereits auf Hoch­tou­ren. Ein Grund für den Schlen­zer, auch einen etwas gewag­ten Blick in die Zukunft des Fuß­balls zu rich­ten. In Anleh­nung an andere Sport­sei­ten: Die satirisch-komische Vor­schau auf das Jahr 2013!

Januar

11 aus 18. So lau­tet die Quote der Bun­des­li­ga­teams, die sich bis­her einen Japan-Korea-Import ins Boots geholt haben. Und kein Ende ist in Sicht. Wäh­rend aber Augs­burg mit Dong-Won Ji einen wei­te­ren Süd­ko­rea­ner ver­pflich­tet, ist mit Chong Tese, dem wei­nen­den Gum­mi­ball, der bis­her ein­zige Nord­ko­rea­ner der Bun­des­li­ga­ge­schichte bereits wie­der auf dem Absprung aus Köln. Selbst­ver­ständ­lich ist dies nicht befrie­di­gend für die Welt­macht Nord­ko­rea. Abhilfe leis­tet kein gerin­ge­rer als der große Kim-Jong Un höchst­per­sön­lich. Mit einem gro­ßen Feu­er­werk star­tet er die Mis­sion „Pyroat­ta­cke Kyo­take“ und spielt sich ein­mal mehr ins Ram­pen­licht der Fuß­ball­welt. Wolfs­burg und Hof­fen­heim star­ten dar­auf­hin ein bizar­res Wett­bie­ten — Zuschlag VfL auf­grund der tol­len sport­li­chen Perspektive!

Zur glei­chen Zeit kün­digt Marco Kurz knall­har­tes Durch­grei­fen in Hof­fen­heim an. Erste Maß­nah­men: Unru­he­herd und Groß­ver­die­ner Sejad Sali­ho­vic wird in die zweite Mann­schaft degra­diert, Tim Wiese muss zum Fri­sör und Mar­tin Ame­dick wird direkt aus dem Frank­fur­ter Laza­rett verpflichtet.

Tra­gi­sches gibt es aus Doha zu ver­mel­den: David Alaba macht den Ribery und heizt mit gestoh­le­nem Mann­schafts­bus durch die Hotel­an­lage. Dabei erwischt er das rechte Bein des Fran­zo­sen. Glat­ter Bruch. „Jo, mei! Fin­ger Weg von mei­ner Mül­ler Milch!“, stot­tert der sicht­lich erstaunte Tho­mas Müller.

Februar

Kampf der Gigan­ten — die x.te. Trotz des media­len Super­or­gas­mus‘ im Vor­feld der Par­tie gleicht das DFB-Pokal-Viertelfinale eher einem Komö­di­an­ten­stadl als einem ernst­zu­neh­men­den Duell der bes­ten deut­schen Mann­schaf­ten. Franck Ribery läuft trotz Gips­bein auf (Bus­un­fall im Trai­nings­la­ger), wischt sich aber in der 5.Minute den Schweiß aus dem Gesicht: Glatt Rot! „Guck ned so bleed!“, weiß David Alaba dazu nur zu sagen. Oli­ver Kirch bril­liert auf der 10 und füt­tert die Stür­mer mit Zucker­päs­sen. Dort ver­sucht Julian Schie­ber ver­zwei­felt, den für 50 Mil­lio­nen nach Lon­don abge­wan­der­ten Lewan­dow­ski zu ver­tre­ten — schiebt aber alles kläg­lich am Tor vor­bei. Das Spiel geht mit 0:0 in die Ver­län­ge­rung. Diese fällt aus. Der kleine Phil­ipp muss lei­der schon um 10 Uhr ins Bett. Am Ende ent­schei­det der gute alte Münz­wurf. Die bösen rei­chen Geld­sä­cke aus Mün­chen spie­len dabei ihr gan­zes Kön­nen aus und ent­schei­den die­sen natür­lich deut­lich für sich.

Ansons­ten das Übli­che: Arjen Rob­ben ver­schießt einen Elf­me­ter, Kloppo muss auf­grund zu star­kem Bart­wuchs bereits vor dem Spiel auf die Tri­büne, „Osram-Birne“ Heyn­kes spen­det Licht in der Dun­kel­heit und Roman Wei­den­fel­ler has a gran­diose Fuß­ball gesehen.

März

Es wird Früh­ling. Und dies macht sich auch in der Bun­des­liga bemerk­bar. Mike Hanke und Axel Bel­ling­hau­sen beju­beln ihr ers­tes gemein­sa­mes Baby mit der obli­ga­to­ri­schen Bebeto-Wiege. Es trägt den zünf­ti­gen Namen Jeremy-Steve Magneto Tor­schüt­zen­kö­nig Hanke-Bellinghausen. Na dann Prost!

Über­ra­schungs­zweit­plat­zier­ter hin­ter dem FCB ist der­zeit der SC Frei­burg. Chris­tian Streich hat Jür­gen Klopp mitt­ler­weise als hei­ßes­ten Kan­di­da­ten für die Nach­folge Jogi Löws abge­löst. Sein lapi­da­rer Kom­men­tar in der Sport Bild: „Das ist, wie wenn man mich fragt, ob ich glaube, mal im Raum­schiff zu rei­sen. Nein, glaube ich nicht. Außer­dem müsste ich auch da einen Sprach­kurs bele­gen: für Standard-Deutsch.”

Jens Kel­ler dage­gen wird nach 0 Punk­ten aus 8 wie­der Spie­len ent­las­sen. Schalke gelingt dabei die Sen­sa­tion: Felix Magath wird als neuer Trai­ner vor­ge­stellt. Erste Amts­hand­lung: Ali Karimi wird von Per­se­po­lis FC los­ge­eist. Mit im Gepäck hat die­ser Ali Daei und Mehdi Mah­da­vi­kia. Von der Res­ter­ampe wer­den noch Benny Auer und Bog­dan Mül­ler ver­pflich­tet. Jef­fer­son Far­fan schwimmt zurück in seine Hei­mat nach Peru. Ein Schelm wer Böses denkt!

April

Die Früh­lings­ge­fühle hal­ten an. Keine vier Monate ist es her, als sich Ham­burgs Traum­paar Sil­vie und der liebe Rafael trenn­ten. Und schon wird wie­der kräf­tig geflir­tet. Wie aus siche­rer Quelle bestä­tigt wurde, trifft sich der Spiel­ma­cher des HSVs nun häu­fi­ger mit Gina-Lisa Loh­fink. Kein Wun­der, dass Jerome Boa­t­eng bereits seit Wochen schmollt wie ein Drei­jäh­ri­ger, des­sen Ras­sel weg­ge­nom­men wurde. Sil­vie zieht es der­weil nach Paris — auf der Suche nach einem Mann, der sie mal rich­tig zla­ta­niert!

Fuß­ball wird auch noch gespielt. Die Bay­ern set­zen ihre Sie­ges­se­rie fort. Dabei schont Heyn­kes bereits regel­mä­ßig die wich­tigs­ten Spie­ler für den Championsleague-Knaller gegen Malaga CF. Sepp Maier zwi­schen den Pfos­ten, Kai­ser Franz als klas­si­scher Libero und Kalle Rum­me­nigge im Sturm spie­len aber immer­noch jeden Geg­ner an die Wand.

Die Main­zer sind fuchs-tuchel-wild. Beim Abschluss­trai­ning vor dem bri­san­ten Rhein-Main-Derby gegen die Ein­tracht aus Frank­furt wurde ein Spion gesich­tet. Wäh­rend der gesam­ten Trai­nings­zeit kreiste der Adler Attila über dem Gelände. „Das ist eine Saue­rei. Mit Fuß­ball hat das nichts mehr zu tun!“, gif­tet ein sicht­lich auf­ge­brach­ter Tho­mas Tuchel Rich­tung Frank­furt. Dabei fal­len ihm einige Adler­fe­dern aus dem Mund.

Mai

Da hilft auch der Meis­ter­ti­tel nichts. Mat­thias Sam­mer tritt auf­grund der ers­ten Nie­der­lage seit dem 8.Spieltag wut­ent­brannt zurück: „Unter sol­chen Bedin­gun­gen kann ich nicht arbei­ten. Ich erwarte Dis­zi­plin, Lei­den­schaft und Sie­ges­wille. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde!“ Chris­tian Ner­lin­ger reibt sich freu­dig erregt die Hände und schickt schon­mal sei­nen Lebens­lauf an Uli Hoeneß.

Borus­sia Dort­mund muss den Abgang von Mario Götze zum Sai­son­ende ver­kraf­ten. Man­ches­ter City ver­pflich­tet das Topta­lent für umge­rech­net 387,5 Mil­lio­nen Euro. Als Zugabe legen sie noch die Spie­ler David Silva, Samir Nasri, Edin Dzeko und den Unru­he­herd Mario Balo­telli oben drauf. Greu­ther Fürth und Augs­burg been­den beide ihre Durst­stre­cke von 10 tor­lo­sen Par­tien. In einem hoch­klas­si­gen Derby tren­nen sich die Teams 1:1. Beide Tore resul­tier­ten aus Eigen­to­ren. Damit sind beide Teams seit 11 Spie­len unge­schla­gen und sichern sich den Klassenerhalt.

Tur­bu­lente Sze­nen in Düs­sel­dorf. Das Rele­ga­ti­ons­rück­spiel gegen Köln wird zur ein­zi­gen Farce. Anhän­ger bei­der Mann­schaf­ten stür­men den Platz. Mit­ten­drin Sascha Rös­ler. Mit im Gepäck hat er den Elf­me­ter­punkt, den er mit Hän­den und Füßen ver­tei­digt. Spiel­ab­bruch droht. Wolf­gang Stark wird vom Zuschauer Lewan Kobia­sh­vili als „Schieds­rich­ter“ dif­fa­miert. Folge: Lebens­lan­ges Sta­di­on­ver­bot! Düs­sel­dorf bleibt nach acht­zehn Ver­hand­lun­gen vor diver­sen Sport­ge­rich­ten am Ende trotz­dem drin.

Juni

Bay­ern wird Meis­ter in der Bun­des­liga, gewinnt die Cham­pi­ons­lea­gue und danach noch über­ra­schend den DFB-Pokal in einem engen Match gegen den Top­fa­vo­ri­ten aus Offen­bach. Kai­ser Franz gran­telt in sei­ner Bild-Kolumne: „Drei Titel? Das ist zu wenig. Das wäre einem Franz nie passiert!“

Felix Magath hat der­weil den kom­plet­ten Markt für ver­eins­lose Spie­ler abge­grast und auch für die neue Sai­son bereits 17 Spie­ler ver­pflich­tet. „Kon­kur­renz belebt das Geschäft.“ So müs­sen sich in der nächs­ten Sai­son 57 Spie­ler um zwei halb­volle Trink­fla­schen streiten.

Der Confed-Cup in Bra­si­lien wird eine gelun­gene Gene­ral­probe für die Welt­meis­ter­schaft im kom­men­den Jahr. Bei nack­ter Haut und locke­ren Rhyth­men blüht Enfant ter­ri­ble Mario Balo­telli so rich­tig auf und bal­lert Casil­las im Finale gleich vier Buden ins Netz. Sein Tri­kot behielt er die­ses Mal aber sicher­heits­hal­ber an. Gerüch­ten zufolge soll er bei der nächt­li­chen Feie­rei mit Feu­er­werks­kör­pern einen Samba-Club in Brand gesteckt und einen Taxi­fah­rer als Flucht­hel­fer bezahlt haben — frei­lich blieb Balo­telli stets zu Fuß hin­ter dem Taxi. Why always me?

Auf­ge­passt! Auf­ge­passt! Mor­gen gibts mehr zu lesen. Dann gehts wei­ter mit dem zwei­ten Teil der Jahresvorschau.





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