Post für Mino Raiola — Vorsicht: satirisch


veröffentlicht am Freitag, 14. Dezember 2012 20:58, von unserem Autor Marc Andruszko in Post vom Schlenzer. null Kommentare

Sehr geehr­ter Mino Rai­ola, Sie sind Bera­ter von Mario Balo­telli, Zla­tan Ibra­hi­mo­vic und Mark van Bom­mel. Sie müs­sen Eier aus Stahl haben (wie es einer mei­ner Kol­le­gen zutref­fend aus­drückte). Herr Rai­ola, ich habe mich gefragt wie Sie Weih­nach­ten fei­ern. Fei­ern Sie über­haupt Weih­nach­ten oder schlie­ßen Sie sich mit drei Han­dys (eins für Balo­telli, eins für Zla­tan und eins für van Bom­mel) in Ihrem Büro ein? Haben Sie Fami­lie oder sind Sie ein Ein­zel­kämp­fer, der nichts außer sei­nen Geschäf­ten im Kopf hat?

Wäre ich Sie, würde ich die drei Jungs zu mir nach Hause ein­la­den und zusam­men Weih­nach­ten fei­ern. Haben Sie Kin­der, Herr Rai­ola? Stel­len Sie sich Mario Balo­telli als Weih­nachts­mann vor! Ihre Kin­der und vor allem Mario selbst wer­den begeis­tert sein.

Zla­tan – the big Z — wird wie immer ein biss­chen mür­risch drein bli­cken, wenn Sie Ihn ein­la­den. Er muss eigent­lich gerade in Zei­nem King-Size-Bett in Zei­nem Hotel Zeine Fall­rück­zie­her üben. Letzt­end­lich wird er Ihrer Ein­la­dung fol­gen, denn Sie haben ihm gute Dienste geleis­tet. Er wird auf einem sei­ner zahl­rei­chen Kamele, die er mitt­ler­weile für seine spek­ta­ku­lä­ren Tore geschenkt bekom­men hat, bewaff­net mit Weih­rauch und Myrre, aus dem ori­en­ta­li­schen Paris gerit­ten kommen.

Es klin­gelt wie jedes Jahr zu Weih­nach­ten an Ihrem schmie­de­ei­ser­nen Tor. Drau­ßen steht ein Bett­ler. Die Haus­häl­te­rin hat bereits ein wenig Wech­sel­geld zusam­men­ge­kratzt als Mario Balo­telli in dem Über­wa­chungs­bild­schirm des Sicher­heits­sys­tems den Mann in sei­nem abge­wetz­ten Man­tel ent­deckt. Er nimmt der über­rasch­ten Haus­häl­te­rin das Klein­geld aus der Hand, legt statt­des­sen ein Bün­del Geld­scheine, das er aus der Hosen­ta­sche sei­ner gebleich­ten Jeans zieht, hin­ein und sagt mit sei­nem spitz­bü­bi­gen Lächeln: „Stimmt so“. Im Über­wa­chungs­bild­schirm steht immer noch der Mann mit dem abge­wetz­ten Man­tel. Er hat Trä­nen in den Augen.

Herr Rai­ola, Sie haben Angst, dass es Mario über­treibt? Sie soll­ten defi­ni­tiv die Rake­ten und Böl­ler für Syl­ves­ter ver­ste­cken. Ihr Dusch­vor­hang und die Feu­er­wehr wer­den es Ihnen dan­ken. Sollte Marios Spiel­trieb der­art auf Ihre Kin­der abfär­ben, dass diese eine wilde Jagd um den Weih­nachts­baum ver­an­stal­ten, wird Mark van Bom­mel den Part von Knecht Ruprecht über­neh­men und gewohnt zuver­läs­sig dazwi­schen grät­schen. „Why always me?” wird Mario zu Mark sagen, wäh­rend Zla­tan vor der Play­sta­tion sitzt und mit Zla­tan Ibra­hi­mo­vic ein Hacken­tor nach dem ande­ren schießt.

So stelle ich mir besinn­li­che Weih­nach­ten im Hause Rai­ola vor.

Merry Christ­mas,

Marc Andruszko





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