Post für Huub Stevens


veröffentlicht am Sonntag, 16. Dezember 2012 15:32, von unserem Autor Marc Andruszko in Post vom Schlenzer. null Kommentare

Sehr geehr­ter Huub Ste­vens, Sie sind eine Legende des FC Schalke 04 und als Trai­ner Uefa-Pokalsieger 1997 mit Spie­lern wie Marc „Wild­schwein” Wil­mots, Maik Büs­kens und Ingo Ander­brügge gewor­den. Mit den Euro­figh­tern sind Sie damals in Schall­ge­schwin­dig­keit durchgestartet.

Mit all den Vor­schuss­lor­bee­ren sind Sie zurück­ge­kehrt an Ihre alte Wir­kungs­stätte, nicht mehr Park­sta­dion, heute alles so modern und clean: die Velt­ins Arena. Wo ist der Stall­ge­ruch, wo die ehr­li­chen Arbei­ter, wo ist der Pott? Der moder­ni­sierte FC Schalke 04 und ein Trai­ner wie Sie, der selbst in der Cham­pi­ons Lea­gue im Trai­nings­an­zug auf der Bank Platz nimmt.

Schalke ist Ihnen fremd gewor­den. In Schalke sind Sie sich selbst fremd gewor­den. Die Medien prie­sen Ihre Per­sön­lich­keits­wand­lung vom Knur­rer von Kerk­rade zum moder­nen Trai­ner, der Stars wie Far­fan, Hun­telaar und Jones dazu bringt, gemein­sam an einem Strang zu ziehen.

Herr Ste­vens, Sie haben ver­sucht es auf Schalke jedem Recht zu machen. Sie sind der gebo­rene Diri­gent, doch am Ende nah­men die Spie­ler Ihren Takt­stock nicht mehr ernst. Zu groß die Dis­kre­panz zwi­schen dem Huub von damals und dem Huub von heute. Die Spie­ler müs­sen gemerkt haben, dass Ihnen etwas fehlt und dass es in Ihnen bro­delt. Das war nicht mehr Ihr Schalke und wird es nie mehr sein.

Was immer blei­ben wird ist die Legende von 1997, die Trä­nen vom Meis­ter der Her­zen und ein Trai­ner, der sei­nen Weg geht. Ein her­aus­ra­gen­der Trainer.

Mit sport­li­chen Grüßen,

Marc Andruszko





Diskussionskultur

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>